Kartoffeln auf dem Balkon oder im Garten anbauen

Kartoffeln zu Hause im Garten oder am Balkon zu pflanzen ist leichter als man denkt. Es reicht im Grunde ein sonniger Platz und

ein Pflanztopf oder ein umfunktionierter Putzkübel, etwas gute Erde und Wasser, um frische Kartoffeln ernten zu können. Dazu können auch Kartoffeln verwendet werden, die zuhause zu lange gelagert wurden, gut gereift sind und begonnen haben auszutreiben.

Frische Kartoffelernte

Frische Kartoffelernte

Welche Kartoffelsorte sollte man wählen?

Für die Kartoffelzucht im Pflanztopf, im Garten oder im Blumenkübel am Balkon sollten vor allem Saatkartoffeln verwendet werden. Gegenüber Speisekartoffeln sind sie sortenreiner, weniger krankheitsanfällig und wuchsfreudiger.

Die Erdäpfel werden aufgrund der Zeit, die sie bis zur Ernte brauchen, in frühe und späte Sorten unterteilt. Frühe Sorten können bereits nach 90 bis 100 Tagen geerntet werden, sind aber nicht so ertragreich wie die späten Sorten. Die sogenannten Lagerknollen entstammen eher den späten oder auch den sehr späten Sorten, welche erst im Herbst erntereif sind.

Grundsätzlich eignen sich alle Sorten für den Anbau im Garten oder am Balkon. Zu den beliebtesten gehören aber folgende:

Festkochende Sorten

Linda: köstlich schmeckende, festkochende Kartoffel mit gelbem Fleisch. Überzeugt, weil sie pflegeleicht und ertragreich ist. Mittelfrühe Kartoffelsorte.

Bamberger Hörnchen: ist festkochend und wird gerne für Salate verwendet. Da sie schwer maschinell zu ernten ist, ist sie eher bei Hobbygärtnern beliebt als in der Industrie

Annabelle: dies ist eine sehr frühe Kartoffelart. Das Fleisch ist gelb gefärbt und die Kartoffel eignet sich, wegen ihrem feinen Geschmack besonders für Pell- oder Salzkartoffeln.

Vorwiegend festkochend bis mehligkochende Sorten

Hela ist eine sehr frühe Sorte mit typisch gelber Färbung. Verwendung findet sie für Püree oder als Salz- Backkartoffel

Die Mandelkartoffel ist eine mittelspäte Sorte und wegen ihrem eher cremigen Geschmack eine beliebte Pellkartoffel.

Mehligkochende Sorten

Augusta ist eine frühe Sorte und hat typisch gelb gefärbte Knollen. Da sie besonders mild und aromatisch im Geschmack sind eignen sie sich besonders für Klöße und Gnocchi.

Eine mittelfrühe Sorte ist bei den mehligkochenden Sorten die sogenannte Adretta. Sie ist kräftig-würzig und besonders gut für Knödel und Gerichte aus Kartoffelteig

Der Ackersegen ist eine mittelspäte Kartoffelsorte und hat einen eher buttrigen Geschmack. Am besten für Püree geeignet.

Schnellkochende Sorte

Der Mayan-Gold Erdapfel gehört zu den mittelfrühen Sorten und besitzt ein nussig-süßes Aroma. Dadurch eignet er sich hervorragend für Kartoffelsuppe und Puffer.

Für den Anbau auf dem Balkon oder im Garten sind aber nicht nur die Standardsorten geeignet. Auch sogenannte Exoten und andersfarbige Kartoffeln werden hier gerne genommen.

Folgende Sorten gehören zu den beliebtesten:

Die rote Emmalie ist eine frühreife Sorte. Die Schale ist sehr auffällig rot gefärbt. Es ist eine vorwiegend festkochende Kartoffel mit würzigem Geschmack und eignet sich besonders für Püree und als rosarote Gnocchi.

Die Violetta gehört zu den mittelfrühen Sorten. Die Schale hat ein tiefes Blau und das Fleisch ist violett gefärbt. Der Geschmack ist angenehm kräftig und deshalb wird die Kartoffel gerne für Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln verwendet.

Welchen Pflanztopf brauche ich für eine Kartoffel auf dem Balkon?

Für den Anbau von Kartoffeln am Balkon wird kein spezieller Pflanztopf benötigt. Allerdings braucht die Kartoffel viel Platz um zu wachsen. Wenn ein Pflanzenabstand von 30 cm eingehalten wird, so lässt sich der Ertrag einer Ernte beinahe verzehnfachen. In einem Balkonkasten lassen sich also zwei bis drei Kartoffelpflanzen setzen. Wird ein 10 Liter Kübel verwendet sollte es nur eine Pflanze sein. Je näher die Pflanzen beieinander gepflanzt werden, umso kleiner fallen die Knollen und der Ertrag aus.

Man kann Kartoffeln aber auch in einfachen Gefäßen, wie zum Beispiel einem Reissack, anpflanzen. Wichtig ist nur, dass das Gefäß wasser- und luftdurchlässig ist. Es gibt im Fachhandel auch sogenannte Kartoffeltürme für den Balkon. Darin werden die Erdäpfel etagenweise angepflanzt und so ist es möglich aus wenigen Quadratmetern mehr Ernte zu erhalten.

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Gute und schlechte Nachbarn für Kartoffeln

Gute Nachbarn für Kartoffelpflanzen sind: Dicke Bohnen, Kohlarten, Kohlrabi, Kümmel, Mais, Tagetes, Spinat

Dahingegen sollte es vermieden werden Kürbisse, Tomaten, Sellerie, Kohl, Rote Rüben oder Sonnenblumen in der Nähe von Kartoffelpflanzen anzupflanzen.

Falls Tomaten ebenfalls am Balkon angepflanzt werden sollen, ist darauf zu achten, dass ein gewisser Mindestabstand eingehalten wird und der Wind nicht direkt angreifen kann. Denn Kartoffeln und Tomaten können von den gleichen Schädlingen befallen werden.

Kartoffeln im Garten

Kartoffeln im Garten

Die richtige Erde

Die richtige Erde zu finden, um darin Kartoffeln anzupflanzen ist nicht schwer. Aufzucht Erde sollte nicht verwendet werden, da sie zu wenige Nährstoffe enthält. Hochwerte Kübel Pflanzen- oder Blumenerde hat die entsprechenden Nährstoffe, um Kartoffeln darin groß zu ziehen. Es wird von Naturschutzvereinen dazu geraten torffreie Erde zu kaufen, da für die Torfgewinnung Moore ausgebaggert und damit zerstört werden. Gute Erde erkennt man daran, dass sie locker in der Hand zerfällt.

Was ist der perfekte Standort?

Kartoffeln sind sehr Anspruchsarme Pflanzen. Allerdings mögen es die Pflanzen warm und mit viel Licht. Im Garten ist darauf zu achten, dass es nicht zu Staunässe kommt, denn das mögen die Knollen gar nicht. Auch bei Kartoffeln, die am Balkon in Kübeln gepflanzt werden, ist dies zu vermeiden. Bei Kartoffeln, die im Garten gepflanzt wurden, ist zu beachten, dass danach ungefähr vier Jahre keine Kartoffeln am selben Ort gepflanzt werden sollten, da gewisse Schädlinge lange überleben können und die neuen Pflanzen schädigen können. Bei Kartoffeln am Balkon wird dafür jedes Jahr neue Erde in die Töpfe oder Kübel gefüllt.

Wie oft und wie viel muss ich Kartoffeln gießen?

Sobald die Kartoffeln blühen, sollten diese einmal in der Woche mit ausreichend Wasser gegossen werden. Wenn es sehr heiß ist, dann müssen sie alle 3 Tage gegossen werden. Zuviel Wasser schadet der Kartoffelpflanze allerdings. Im Garten sollte der Boden gründlich abtrocknen, bevor erneut gegossen wird. Bei Pflanzen am Balkon kann man mittels Zeigefingerprobe sehen, ob gegossen werden muss oder nicht. Sollte die Erde trocken sein, wenn der Zeigefinger darin versenkt wird, ist es Zeit die Pflanzen zu gießen. Kartoffeln sollten in der Früh oder abends gegossen werden, da die Erde so am meisten Wasser aufnimmt. Niemals in der Mittagszeit, da nasse Blätter bei direkter Sonneneinstrahlung leicht verbrennen können.

Welchen Dünger brauchen Kartoffeln?

Kartoffeln brauchen sehr viele Nährstoffe, allerdings sollte das Düngen aber nicht übertrieben werden. Reiner Kompost ist für die Düngung von Erdäpfeln aber nicht geeignet, denn den mögen Kartoffeln nicht. Organische Dünger, zum Beispiel Hornspäne oder Mist, sind für Kartoffeln optimal. Synthetischer Dünger erhöht zwar die Ausbeute bei der Ernte, aber durch organischen Dünger steigert sich das Aroma der Erdäpfel.

Es ist, sowohl bei der Verwendung von organischem als auch synthetischem Dünger, darauf zu achten, dass Nährstoffe wie Stickstoff, Schwefel, Kalium, Phosphat und Magnesium in ausreichender Menge vorhanden sind.

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Wie schütze ich Kartoffelpflanzen vor Schädlingen und Krankheiten?

Der Kartoffelkäfer

Kleine braun-weiße Käfer. Die Käfer und Larven schädigen den Stoffwechsel der Pflanze, und damit verbunden auch das Wachstum der Knolle, indem sie das Blattwerk zerfressen.

Sollten solche Käfer bemerkt werden, ist es ratsam zuerst alle Tiere per Hand zu entfernen und einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Kraut- und Knollenfäule

Eingerollte Blätter und vom Blattrand nach innen verlaufende, braune Flecken deuten darauf hin, dass die Pflanze an dieser Krankheit leidet.

Hier kann es helfen, Stängel und Kraut zu entfernen und die Kartoffel noch zwei bis drei Wochen weiter reifen zu lassen. Die Erde darf dann nicht mehr verwendet werden, um eine Ansteckung neuer Pflanzen zu verhindern. Wenn geerntete Knollen befallen sind, müssen diese entsorgt werden. Die Knollen aus dieser Ernte sollten nicht als Saatkartoffeln verwendet werden.

Kartoffelschorf

Wenn auf der Kartoffel dunkle, schorfartige Stellen zu sehen sind, dann ist die Knolle von einer Pilzkrankheit, dem Kartoffelschorf befallen. Diese Knollen lassen sich nicht lange lagern. Vor dem Verzehr werden die schwarzen Stellen einfach mit einem Messer entfernt. Ansonsten kann man einem solchen Pilzbefall nur vorbeugen. Sollte der Boden sandhaltig und trocken sein, muss für ausreichend Feuchtigkeit gesorgt werden. Ein kalken des Bodens ist zu vermeiden.

Schwarzbeinigkeit

Die schwarzbraune Fäule breitet sich von der Basis über den Stängel aus. Diese Erkrankung wird durch Bakterien hervorgerufen, die bei häufigem, kaltem und feuchtem Wetter, auftreten.

Es gibt bei Schwarzbeinigkeit keine Abhilfe.

Drahtwürmer, Erdraupen, Engerlinge und Schnecken

Wenn diese Schädlinge die Stängel oder das Blattwerk der Kartoffelpflanze anfressen, kann dies die Pflanze sehr gut verkraften. Sollten jedoch die Knollen befallen sein, so dürfen diese nicht mehr verzehrt werden. Die befallen Knollen sind ebenfalls sehr anfällig für andere Formen von Erkrankungen

Wann erntet man Kartoffeln am besten?

Wann erntet man Kartoffeln am besten?

Nach circa 90 bis 120 Tagen sind Frühkartoffeln reif für die Ernte. Wenn das Wetter mitspielt werden diese Sorten zwischen Ende Juni und Anfang August erntbar. Späte Sorten brauchen etwa 120 und 160 Tage bis sie reif sind. Diese Sorten eignen sich besonders für längere Lagerung. Spätestens wenn die ersten Frostnächte kommen, ist es Zeit die späten Sorten zu ernten.

Verwelkte und abgestorbene Blätter sind ein sichtbares Zeichen für erntereife Kartoffeln. Zum Test der Erntereife sollten einige Knollen ausgegraben werden. Wenn sich die Schale der ausgegrabenen Knollen nicht abreiben lässt, können alle anderen Knollen ebenfalls ausgegraben werden.

Bevor die Knollen ausgegraben werden, müssen alle Triebe und Blätter abgeschnitten werden. Für den Fall, dass sich Krankheiten auf dem Grün befinden, sollte dieses nicht auf dem Kompost entsorgt werden.

Wenn die Kartoffeln nach der Ernte noch einige Tage auf dem Beet trocknen können, gewinnen sie noch an Qualität.

Fazit:

Wenn ein paar Punkte beachtet werden, ist es nicht schwer seine eigenen Kartoffeln im Garten oder am Balkon anzupflanzen. Allerdings sollte nicht der Ertrag im Vordergrund stehen, sondern die Freude am Gärtnern. Und wenn man weiß, dass die Kartoffeln am Teller aus eigenem Anbau sind, schmecken sie mindestens doppelt so gut.