Bohnen auf den Balkon anbauen

Bohnen sind ein wichtiger Bestandteil in der Ernährung. Sie sind reich an Eiweiß, Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Dazu haben sie viele wichtige Mineralstoffe, wie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan oder Phosphor. Bohnen machen satt und geben ihre Kohlehydrate nur ab, wodurch der Blutzuckerspiegel gleich bleibt. Wer seine Bohnen selber zieht, weiß genau, was er auf dem Teller hat. Allerdings hat nicht jeder einen eigenen Garten, aber der Balkon tut es auch. Wie das Heranziehen von eigenen Bohnen auf dem Balkon gelingt, verrät der nachfolgende Text.

frische Bohnen Ernte

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Was ist der perfekte Standort?

Wie alle Hülsenfrüchte mögen die Bohnen es nicht, wenn sie der prallen Sonne ausgesetzt sind. Steht die Bohne in der prallen Sonne, hat sie es schnell zu trocken und kann sich nicht ordentlich entwickeln, was sich auch negativ auf die Qualität der Bohnen auswirkt. Somit sollten Bohnen sonnig bist halbschattig stehen, egal ob sie im Garten oder auf dem Balkon wachsen. Ganz wichtig ist, dass die Bohnen vor Wind geschützt wachsen können. Dicke Bohnen sind schnell bis zu 1,50 Meter hoch gewachsen, da ist es wichtig, dass sie genug Rankhilfen an ihrem Standort haben. Beim installieren der Rankhilfe immer darauf achten, dass die Bohnen sich beim Wachsen an der Sonne orientieren. Perfekt wäre es, wenn die Bohne mindestens sechs Stunden Sonnen pro Tag hat.

Welche Bohnen Sorte sollte man wählen?

Die Auswahl an Bohnen ist groß. Es gibt Stangen- oder Buschbohnen oder dicke Bohnen. Dicke Bohnen können damit punkten, dass sie unempfindlich gegen Kälte sind. Auch die Feuerbohnen gelten als robust und somit optimal für den Anbau im Balkonkasten. Von Busch- und Stangenbohnen sagt man, dass sie gut im Balkon Garten gedeihen. Wobei sich die Bezeichnung Busch- oder Stangenbohne mehr auf die Wuchsform bezieht. Welche Bohnenart die beste für den Garten Balkon ist, hängt auch von der Lage des Balkons ab. Ist er nach Süden ausgerichtet, muss die Bohne viel mehr Sonne vertragen, als bei einer Ausrichtung nach Norden. Hier müsste es im Gegenteil eine Bohne sein, welche mit weniger Sonnenlicht gut gedeiht. Die Feuerbohne bringt schicke rote Blüten mit und bietet auch etwas für das Auge. Die Feuerbohne und die dicke Bohne sind robust und beide damit gut für den Balkon geeignet.

Welchen Pflanztopf brauche ich für Bohnen auf dem Balkon?

Der richtige Pflanzkübel ist abhängig von der ausgesuchten Bohne. In der Regel sollte es ein großes Gefäß sein, welches ungefähr 45 cm Durchmesser hat. Der Pflanztopf sollte ein Ablaufloch haben, aus dem überschüssiges Wasser ablaufen kann. Damit mit dem überschüssigen Wasser keine Erde verloren geht, legt man eine Tonscherbe über das Ablaufloch. Zusätzlich kann zuunterst eine Schicht Kies eingebracht werden. Auf diese Weise hat man eine natürliche Drainage und vermindert die Gefahr für Staunässe. Da Bohnen gerne tief wurzeln, sollte der Pflanzkübel so tief wie möglich sein, mindestens 40 cm.

Da Bohnen gerne ranken, braucht es noch eine Kletterhilfe. Hierfür benötigt man wetterfeste Seile und Rankstäbe. Dieses Zubehör findet sich in jedem Baumarkt. Mit der Rankhilfe und den Bohnen lässt sich ein hübscher Blickschutz bauen, der zudem leckere Bohnen bietet. Hier empfehlen sich wieder die robusten Feuerbohnen mit ihren herrlichen roten Blüten.

In der Auswahl des Pflanzgefäßes kann man flexibel sein und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Alles was groß genug ist, kann genutzt werden. Dabei kann es sich um eine Blechwanne, eine Holzkiste oder Blumentöpfe jeglicher Art handeln. Der übliche Balkonkasten ist zu klein, um ihn mit Bohnen zu bepflanzen.

Gute und schlechte Nachbarn für Bohnen

Bei Feuerbohnen muss beachtet werden, dass sie Fremdbefruchter sind. Dies bedeutet sie benötigen eine zweite Sorte als Nachbar, damit aus den hübschen roten Blüten auch die, später leckeren, Hülsen entstehen.

Bereits die Indianer wussten, dass Bohnen gut in einer Mischkultur mit Mais und Kürbis gedeihen. Das passt hervorragend, weil beides gesunde und gut schmeckende Lebensmittel sind. Auch Balkontomaten, Erdbeeren, Gurken, Kohl oder Salat vertragen sich gut als Nachbarn mit den Bohnen.

Weniger verträgliche Nachbarn für Bohnen sind Zwiebeln, Fenchel, Lauch oder Erbsen.

Die richtige Erde

Die richtige Erde ist abhängig von der ausgesuchten Bohne. Die Stangenbohne bevorzugt einen humusreichen Untergrund. Die Buschbohne mag einen lockeren Boden. Für die Puffbohne darf der Boden sogar kalkhaltig sein. Um es nicht zu kompliziert zu gestalten, empfiehlt sich eine Mischung bei der verwendeten Erde. Wichtig ist, nie mit Mist düngen, denn dieser ist zu stickstoffhaltig, was Bohnen gar nicht schätzen.

Werden die Bohnen in den Garten gepflanzt, können sie sich in der Regel über ihre Wurzeln mit allem versorgen, was sie benötigen. Wachsen sie auf dem Balkon heran, haben sie diese Chance nicht, da benötigen sie Hilfe um alles zu bekommen, was sie benötigen. Außerdem ist auf dem Balkon der Platz für die Wurzelentfaltung der Bohne begrenzt. Bohen, welche im Topf gezogen, werden gelten als Mittelzehrer. Das Pflanzgefäß wird am besten mit einer qualitativen Universal Erde befüllt. Um die Qualität der Erde zu beurteilen, kann man sich nur am Preis orientieren, denn es findet sich kein Hinweis auf der Tüte. Bohnen gehören zu den eher durstigen Pflanzen, daher empfiehlt sich eine Erde, welche gut Wasser speichern kann. Im Zweifel können der Erde Zusätze beigefügt werden, wie Pellets aus Schafwolle oder Kokosfasern.

Wer Erde aus der letzten Saison nutzen möchte, darf keine Erde nutzen, in der vorher Familienmitglieder der Bohne gewachsen sind, beispielsweise Zuckerschoten oder Erbsen. Die alte Erde kann man zusätzlich mit reifem Kompost ergänzen. Weitere Beimischungen wie Sand, Bims oder Leca sorgen für eine gute Belüftung der Wurzeln und speichern zum Teil zusätzlich Wasser.

Wie oft und wieviel muss ich Bohnen gießen?

Die Bohne gehört zu den durstigen Pflanzen. Beim Gießen muss ein Mittelweg gefunden werden, es darf nicht zu trocken werden, dann kann die Pflanze sich nicht richtig entwickeln. Es darf genauso nicht zu nass werden, sonst kann es zu Staunässe und damit verbunden zu Fäulnis kommen. Da ist es hilfreich die Kübel ordentlich aufzubauen, hat man eine Schicht Kies und eine Ablauföffnung, kann man großzügiger gießen. Auch wenn sich in der Erde Material befindet, welches Wasser speichert, wie Wollpeletts oder Kokosfaser, kann man großzügiger gießen, da nicht so schnell etwas passieren kann. Im Zweifel, beispielsweise im heißen Sommer lieber häufiger weniger gießen.

Welchen Dünger brauchen Bohnen?

Bohnen sind als Mittelzehrer. Sie haben Knöllchenbakterien, welche den Stickstoff aus der Luft verwerten können. Daher mögen Bohnen keinen stickstoffreichen Dünger wie Mist. Bohnen benötigen lediglich die übrigen Nährstoffe als Dünger. Nutzt man humusreiche Erde, sind diese Nährstoffe ebenfalls für den Anfang abgedeckt. Befinden sich die Bohnen in ihrer Blütezeit, kann eine zusätzliche Gabe von Nährstoffen nützlich sein. Hier empfiehlt sich Bio-Flüssigdünger, der allerdings nur einmal im Monat eventuell auch nur jeden zweiten Monat gegeben werden muss.

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Wie schütze ich Bohnen vor Schädlingen und Krankheiten?

Die Bohnenfliege

Wissenschaftlich nennt man sie Phorbia oder Delia platura. Sie gehören zur Familie der Anthomyiidae. Die Eier werden in den Keimlingen und Samen abgelegt. Der Schutz eines Frühbeetes oder eines Gewächshauses schützt hier am besten.

Spinnenmilben

Wissenschaftlich nennt man sie Tetrachynus urticae. Sie Spinnmilbe verursacht gerne bei trockenen und warmen Wetter Saugschäden. Im Profianbau kann man sie optimal mit der Raubmilbe bekämpfen. Im Hobbybereich hilft aufgrund der kleinen Mengen und der fehlenden Luftfeuchtigkeit nur ein zugelassenes Insektizid.

Die schwarze Bohnenlaus

Wissenschaftlich nennt man sie Aphis fabae. Der Schädling liebt krautige Pflanzen und eine trockene, warme Witterung. Sie schäut sich auch nicht Zierpflanzen zu befallen. Auch hier hilft nur ein zugelassenes Insektizid.

Der Speisebohnenkäfer

Wissenschaftlich nennt man sie Acanthoscelides obteczus. Es handelt sich um einen typischen Vorratsschädling. Sie fressen die Samen der Bohnen. Sie kann nicht bekämpft werden, die befallenen Samen können nur entsorgt werden.

Die Schnecken

Wissenschaftlich nennt man sie Arion hortensis. Solange es ein Keimling ist, liegt die Gefahr in der kleinen Gartenwegschnecke. Später geht die Gefahr über zur Nacktschnecke. Die Schnecken können einzeln abgesammelt werden. Spezielle Schneckenzäune verhindern, dass die Schnecken die Bohnen erreichen. Schneckenkörner töten die Schädlinge.

Der Bohnenrost

Wissenschaftlich nennt man es Uromyces appendiculatus. Es ist ein Pilz, der für sein Auftreten viel Luftfeuchtigkeit und Wärme benötigt. Der Pilz hat Witersporen, die auf der Bohne überdauern können. Damit könnte sich der Pilz weiterverbreiten. Hier helfen nur zugelassene Fungizide. Je nach stärke des Befalls, sollte die Pflanze nach der Ernte vernichtet werden.

Die Sclerotinia-Fäule

Die Sclerotinia-Fäule tritt bei feuchtem Klima an Blättern, Früchten und Stängeln auf. Der Pilz kann lange in der Erde überdauern, daher sollte diese ausgetauscht werden. Hier hilft Vorbeugen am besten. Mit dem richtigen Aufbau des Kübels zu feuchte Umgebung verhindern und die einzelnen Pflanzen nicht zu dicht setzen.

Sonnenbrand

Er entsteht wie beim Menschen durch zu starke Sonnenbestrahlung. Das Einzige was hier hilft, ist Schatten zu erzeugen.

Wann erntet man Bohnen am besten?

Je nach Sorte benötigt eine Bohne zwischen zwei und drei Monaten, bis sie erntereif ist. Reifen die Früchte zu lange, wirkt sich das negativ auf den Geschmack aus. Ist man sicher, ob die Bohnen reif sind, kann man das einfach kontrollieren. Eine Bohne abflücken, die Bohne durchbrechen. Ist das innere Grün und saftig und die Bruchstelle glatt, ist die Bohne reif. Gegessen werden, dürfen Bohnen aber nur gegart, da sie roh für den Menschen giftig sind.

Fazit:

Wie man im Text lesen konnte, ist das Anpflanzen von Bohnen auf dem Balkon gut möglich. Wenn man ein paar Tipps, die hier erwähnt wurden beachtet, kann man sich bald über frisch geerntete Bohnen freuen. Da weiß man genau, was man hat. Zudem kommt, dass frisch geerntet die meisten Nährstoffe in der Bohne vorhanden sind.