Bärlauch pflanzen

Der Bärlauch ist eins unserer bekanntesten heimischen Wildkräuter. Er gehört zu den Lauchgewächsen und ist dem Knoblauch sehr ähnlich. Bärlauch ist sowohl ein Gewürzkraut als auch ein Heilkraut. Es wird immer beliebter in der Küche, da es sehr vielseitig ist. Der Bärlauch wird unter anderem bei Verdauungsstörungen genutzt. Vorsicht ist geboten, wenn man Bärlauch in der freien Natur ernten möchte, er ist im Aussehen dem Maiglöckchen und Herbstzeitlosen sehr ähnlich. Beide Pflanzen sind aber im Gegensatz zum Bärlauch giftig.

Wie pflanze ich Bärlauch richtig?

Der Bärlauch bevorzugt halbschattige und feuchte Plätze am besten unter Laubbäumen. Der Boden sollte nährstoffreich und humusreich sein, hier fühlen sich die Pflanzen am wohlsten. Der Bärlauch kann sowohl über Zwiebeln als auch über den Samen kultiviert werden. Das Aussäen ist allerdings ein reines Geduldsspiel, weil die Keimung bis zu einem Jahr dauern kann. Die Zwiebelchen werden vorzugsweise im Herbst gepflanzt mit einem Abstand von etwa 10 Zentimeter und in 5 Zentimeter Tiefe. Die Zwiebeln werden mit der Spitze nach oben eingepflanzt. Wer über keinen eigenen Garten verfügt, kann die Pflanzen auch im Topf auf dem Balkon großziehen.

frische Bärlauch Ernte

Bärlauch im Garten die richtige Pflege

Bärlauch im eigenen Garten anpflanzen und richtig pflegen ist gar nicht so schwer, da die Pflanzen an sich pflegeleicht und anspruchslos sind. Es ist nur sehr wichtig, dass die Pflanzen immer feucht gehalten werden, so sind sie es von Natur aus gewöhnt. Das heißt aber nicht, dass man ständig mit der Gießkanne herumlaufen muss. Sondern es wird nur gegossen, wenn es längere Zeit sehr trocken war oder der Boden nicht die Feuchtigkeit abgibt, die die Pflanze benötigt.

Wie dünge ich Bärlauch? (bzw. muss ich ihn viel düngen?)

Nein. Da die Bärlauch Pflanze keine besondere Pflege bedarf, ist es meist nicht erforderlich, sie mit einer speziellen Düngung zu pflegen. Hier hilft es meist schon, wenn die Pflanzen im Herbst mit Laub abgedeckt werden. Dieses zersetzt sich mit der Zeit und gibt so genügend Nährstoffe für die Folgeperiode an die Pflanzen ab.

Bärlauch im Topf richtig pflegen (Auf Balkon und Terrasse)

Zwar kann Bärlauch auch im Topf gepflanzt werden, wenn der Standort halbschattig oder schattig ist, aber es ist schwieriger. Man muss die Erde stets feucht halten und die Pflanze der entsprechenden Temperatur aussetzen, damit sie im Folgejahr wieder neue Triebe bekommen kann. Eine Anpflanzung im Topf empfiehlt sich nur, wenn man konsequent die entsprechende Feuchtigkeit und Temperatur halten kann. Ansonsten ist es nicht zu empfehlen, da die Pflanze sonst eingeht.

Wie und wann schneidet man Bärlauch richtig?

Man braucht Bärlauch Pflanzen nicht extra zu schneiden, wenn sie geerntet werden ist das gleichzeitig damit erledigt. Allerdings sollte man hin und wieder die Pflanzen jäten und die jungen Triebe zupfen, sonst vermehrt sich die Bärlauch Pflanze wie Unkraut.

Bärlauch richtig vermehren – Wie geht das?

Da es sich beim Bärlauch um eine Wildart handelt, vermehren sich die Pflanzen über die Streuung selbst. Die sogenannte Abreife beginnt direkt nach der Blütezeit der Pflanze, die Blätter vertrocknen. Ca. Ende Mai bis Anfang Juni sind die Samen gereift und fallen dann auf den Boden. Sie bleiben dort im Ruhezustand bis sie durch den Winterfrost aktiviert werden, so können sie im Frühjahr wieder keimen.

Eine zweite Möglichkeit ist die Vermehrung mit den Bärlauch Zwiebeln, dazu müssen die Zwiebeln ausgegraben werden und dann geteilt werden. Beide Teile werden dann an einer geeigneten Stelle bis 10 cm Tiefe in den Boden wieder eingepflanzt. Wichtig ist, dass bei der Neupflanzung immer genügend Platz für die Pflanzen gelassen wird, da sie sich ohnehin im weiteren Verlauf selbst verdichten. Die Neupflanzung gut wässern und nicht bei Frost einpflanzen.

Bärlauch überwintern – die besten Tipps

Es handelt sich bei der Bärlauch Pflanze um eine winterharte Pflanze. Um sie im heimischen Garten überwintern zu können, reicht eine Schicht Laub als Abdeckung und Schutz für den Winter. So fühlt sich die Pflanze wohl und diese Maßnahme erinnert an ihre natürlichen Standorte in der freien Natur.

wilder Bärlauch

Bärlauch trocknen und aufbewahren

Um Bärlauch Blätter zu trocknen, geht man folgendermaßen vor. Die Blätter werden zunächst gewaschen, dann kurz getrocknet und danach legt man sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Jetzt wird das Blech in den Backofen geschoben und die Blätter bei fünfzig Grad durchgetrocknet, das kann einige Zeit dauern. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Blätter zu einem Strauß zu binden, dann aufzuhängen und so trocknen zu lassen. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass der Strauß zu früh gebunden wurde, als die Blätter nach dem Waschen noch nicht richtig trocken waren. So können sie schimmeln, wenn nicht ab und an der Strauß durchgeschüttelt wird.

Es gibt mehrere Möglichkeiten getrockneten Bärlauch aufzubewahren.

Bärlauch pulverisieren

Man kann den Bärlauch mit einer Teigrolle zerkleinern oder mit den Fingern zerkrümeln. Er muss dann immer noch ein bisschen nachtrocknen und erst wenn er richtig trocken ist, kann der Bärlauch in luftdichten Schraubgläsern gefüllt werden. Das Bärlauch Pulver kann so einige Monate aufbewahrt werden und in der Küche verwendet werden.

Bärlauch einfrieren

Die Blätter werden übereinandergelegt und in einen Gefrierbeutel gelegt. Eine andere Möglichkeit ist, die Blätter werden zerkleinert und in einen Eiswürfelbehälter gelegt, diese werden dann noch mit Öl oder Wasser aufgefüllt und dann eingefroren. So hat man immer Bärlauch Würfel fürs Kochen zur Verfügung.

Bärlauch einlegen

Es ist auch möglich die Bärlauch Blätter in Olivenöl einzulegen. Hier werden die Blätter ebenfalls kleingehakt und danach in eine normale Flasche gefüllt. Jetzt wird das Olivenöl hinzugegeben, gefüllt wird bis die Bärlauch Blätter komplett abgedeckt sind. Das jetzt entstandene Bärlauch Kräuteröl ist mehrere Monate haltbar und passt wunderbar zu Salaten.

Häufige Fragen zu Bärlauch

Wo ist der beste Standort für Bärlauch?

Der Bärlauch fühlt sich am wohlsten in halbschattigen oder schattigen Plätzen und in feuchten Auenwäldern oder an Bachläufen. Das heißt auch im heimischen Garten sollte der Platz im Halbschatten oder Schatten sein und der Boden muss Humus- und Nährstoffreich sein.

Welche Pflanzen passen zu Bärlauch?

Da die Bärlauch Pflanze nur bis Juni oberhalb der Erde zu sehen ist, wirkt der Garten eher trist und kann auch lückenhaft aussehen. Hier schafft man Abhilfe in dem zusätzliche Pflanzen eingepflanzt werden, die zum Bärlauch gut kombiniert werden können. Dazu zählen zum Beispiel Farne, die in vielen verschiedenen Variationen zum Bärlauch sehr gut ergänzt werden können. Diese sind teilweise winterhart und gegen Schnecken resistent. Eine weitere Möglichkeit bieten Schattenstauden, dazu werden gezählt Funkien, Bergwald-Storchschnäbel oder das gemeine Busch-Windröschen.

Wann blüht der Bärlauch und wie lange?

Die Blütezeit der Bärlauch Pflanze beginnt im Laufe des Aprils und dauert etwa bis Anfang Mai.

Ist Bärlauch essbar?

Bärlauch ist zwar ein heimisches Wildkraut, aber dennoch essbar. Die Geschmacksnote ist delikat und würzig und erinnert an Knoblauch. Die frischen Bärlauch Blätter werden gerne für Salate genommen. Alle Bestandteile des Bärlauchs sind essbar, es ist nur so, dass je später die Blätter geerntet werden, desto mehr verändert sich der Geschmack ins Negative. Am besten schmeckt Bärlauch, wenn er gerade frisch geerntet ist.

Bärlauch in der Küche?

Seine Verwendung findet der Bärlauch in erster Linie in der Küche. Das Wildkraut wird in der Saison im Frühjahr oft auf Wochenmärkten und Supermärkten angeboten. Der Bärlauch wird immer beliebter in den heimischen Küchen, natürlich vor allem in der Frühlingsküche, wenn man mit frischem Bärlauch kochen will.

Viele Produkte werden immer häufiger mit Bärlauch verfeinert, so wie Frischkäse, Bärlauch Suppe oder Bärlauch Käse. Bärlauch passt hervorragend zu Fischgerichten, Salaten, Suppen oder Kartoffelgerichten. Und immer mehr kommen auf die Idee, die Bärlauch Blätter zu zerkleinern, um sie dann mit Pinienkernen oder Sonnenblumenkernen und Olivenöl in der Küchenmaschine zu einem Pesto zu verarbeiten. Die Pflanze hat einen angenehmen Vorteil, obwohl sie nach Knoblauch riecht bekommt man nach dem Verzehr nicht diesen unangenehmen Mundgeruch.

Welche Heilwirkung hat Bärlauch?

Die meisten kennen Bärlauch nur als Gewürzkraut, aber Bärlauch kann noch mehr. Bereits in der Antike wurde Bärlauch als Heilmittel verwendet. Es wurde im 12. Jahrhundert bei Verdauungsstörungen eingesetzt und bei Blutreinigungen. Weitere Einsatzgebiete waren Blähungen, Einschlafprobleme, als Wehen Auslöser oder bei Stimmproblemen. Die Einnahme war verschieden, entweder pur, in Wein gesotten, in Sud oder gekocht. Mit Essig versetzt wurde es sogar bei Zahnproblemen empfohlen. Bei Läusen soll es ebenfalls geholfen haben, hier wurden die Bärlauch Zwiebeln gepresst. Die im Bärlauch enthaltenen Schwefelverbindungen sorgen für eine gute Verdauung, da sie die Aktivität der Leber und Galle anregen. Des Weiteren haben die Inhaltsstoffe vom Bärlauch eine leicht antibiotische Wirkung, so unterstützen sie die Schleimlösung bei Bronchitis oder Erkältungen und regen den Harnfluss an.

Bärlauch nach Jahreszeiten

Der Bärlauch gehört zur Gattung der Frühblüher, somit wächst und blüht er nur im Frühjahr und zwar von Mitte März bis Anfang Mai. Nur in dieser Zeit bekommt man frischen Bärlauch. Danach vertrocknen die Blätter und im späten Mai bis Anfang Juni fallen die Samen ab, um auf dem Boden in Keimruhe zu verharren. Der Sommer spielt für die Bärlauch Pflanze keine Rolle. Im Herbst sollte man die Zwiebeln in den Boden pflanzen, immer mit der Spitze nach oben. Der Winter sorgt für den Frost, den die Pflanze zur neuen Keimung braucht. Erst durch diese Winterfröste werden sie wieder aktiviert, um im nächsten Frühjahr keimen zu können.

Fazit:

Bärlauch ist eine sehr vielseitige Pflanze, die sowohl als Gewürzkraut in der Küche eingesetzt wird und auch als Heilkraut der Gesundheit zu Gute kommt.

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  • Bärlauch - der leckerste Bodendecker, den es gibt.Schon lange vor dem Knoblauch geschätzt, kommt er endlich wieder zu Ehren.
  • Als Pesto, in Suppen, in Kräuterbutter und Soßen unwiderstehlich lecker. Störender Mundgeruch entsteht trotz seines Knobi-Aromas nicht.
  • Die heimische Trend-Delikatesse aus dem eigenen Garten.Ein Zauberwort fesselt seit einiger Zeit Gärtner und (Hobby-) Köche gleichermaßen: Bärlauch. Als heimische Gewürz-Staude findet der stark an Knoblauch erinnernde Bärlauch immer und immer mehr Verwendung.
  • Das liegt auch an seiner markanten Würze und dennoch besseren Verträglichkeit gegenüber dem Knoblauch.
  • Besonders gesund ist Bärlauch zusätzlich (schon frisch gehackt als Brotbelag): Ihm wird nachgesagt z.B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, Magen-Darm-Beschwerden und Allergien zu lindern, die Durchblutung zu fördern und Umweltgifte zu neutralisie