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Mein schöner Balkon Garten Blog - Gemüse, Kräuter, Beeren

Auberginen anbauen auf dem Balkon

Ein hübscher Balkon möchte bepflanzt werden, warum nicht mit Auberginen. Das Schattengewächs muss nicht unbedingt im Garten leben. Folgender Ratgeber schenkt 10 Tipps die den Erfolg einer Anzucht auf dem Balkon garantieren.

Die Aubergine zählt zu den Nachtschattengewächsen und braucht Wärme. Sie stammt ursprünglich aus Indien. In Regionen in denen überwiegend kalte Temperaturen herrschen ist von der Anzucht abzuraten. Ideal ist auch ein Wintergarten für die Überwinterung der Pflanze.

Auberginen können ausgesät werden oder als fertige Jungpflanze gekauft werden. Zahlreiche Baumärkte oder der Fachhandel bieten bereits vorgezogene Pflanzen an.

Wenn Auberginen ausgesät werden muss das bereits in den Monaten März und April übernommen werden. Die Anzuchterde sollte die Samen mindestens einen Zentimeter hoch bedecken. Dabei muss die Erde immer ausreichend feucht sein. Bereits die Samen benötigen warme Temperaturen. Dabei spielt es keine Rolle ob die Samen im Garten oder auf dem Balkon ausgesät werden.

Ein Minigewächshaus ist hierfür ideal. Tropische Temperaturen von 25 Grad sollten mindestens vorhanden sein.

Aubergine im Kübel pflanzen

Es empfiehlt sich die Samen bereits in mehrere kleine Pflanzentöpfe einzupflanzen.

Das Nachtschattengewächs wächst unheimlich schnell und ein Umtopfen ist sowieso unabdingbar. Sobald die Jungpflanzen bereits Blattpaare bilden sind sie bereit umgepflanzt zu werden. Bevor die kleinen Pflänzchen in den endgültigen Kübel kommen müssen sie sowieso nochmal umgetopft werden. Wer Auberginen im Kübel pflanzen möchte, sollte darauf achten das ein Mindestvolumen von 15 Litern erfüllt ist.

Je tiefer die Eierpflanzen in die Erde gesetzt werden, desto besser können sich die Seitenwurzeln entfalten. Wer mehrere Pflanzen in einen Topf setzen möchte, sollte auf jeden Fall ein größeres Fassungsvermögen wählen. Ein Kübel von mindestens 25 Litern ist zu empfehlen.

Der endgültige Kübel muss frühzeitig mit Pflanzenstäben ausgestattet werden. Nur so können die Triebe aufgebunden werden.

Wenn die Pflanzen ausgesetzt werden und noch keine Temperaturen von 25 Grad herrschen empfiehlt sich ein Pflanzenvlies für den Schutz der Pflanzen. Die Pflanzen sollten langsam an die neue Umgebungstemperatur gewöhnt werden.

Jungpflanzen dürfen nicht unmittelbar mit direkter Sonneneinstrahlung konfrontiert werden. Ideal für den Auszug sind trübe und warme Tage.

Welche Auberginen Sorten sollte man wählen?

Zunächst unterscheidet man zwischen herkömmlichen Auberginen und Miniauberginen. Die Auswahl an Auberginenpflanzen ist riesig. Beliebte Sorten sind beispielsweise:

Udmalbet

Sie kommt ursprünglich aus Indien und erreicht eine Maximalhöhe von 60 Zentimetern. Die Aubergine eignet sich somit prima für eine Topfkultur. Die Früchte sind eierförmig und haben eine wunderschöne, gestreifte Schale in der Farbe grün-gelb-lila-gestreift. Sie werden 10 bis 15 Zentimeter groß.

Little Spooky

Auch Litte Spooky eignet sich mit einer Maximalhöhe von 60 Zentimetern prima für den Balkon. Die Früchte sind bereits im Juli reif, also wesentlich früher als ihre Kollegen. In der Nacht sehen die Eierpflanzen aus wie Geister im Mondschein, daher der Name. Das Nachtschattengewächs trägt weiße und längliche Früchte.

Lousiana Green

Lousiana stammt tatsächlich aus den Südstaaten. Auch sie wird nicht größer als 60 Zentimeter und kann als Topfpflanze verwendet werden.Die Pflanze hat 10 bis 15 Zentimeter lange und dicke Früchte. Sie erstrahlen in der Farbe Grün und überraschen mit einem besonders feinen Geschmack.

Prosperosa

Prosperosa ist eine Runde, dunkelviolette Sorte. Ihr Vorteil ist, dass sie auch im kühleren Klima überleben kann.

Listada de Gandia

Sie ist besonders hübsch. Ihre Form ähnelt einer Träne und ihr Fruchtfleisch ist weiß. Die Pflanze eignet sich ebenfalls für kühlere Temperaturen.

Rosa Bianca

Dabei handelt es sich um eine etwas ältere, violette Sorte. Rosa Bianca ist ideal für warme Regionen.

Striped Toga

Sie besitzt besonders kleine Früchte mit einer gelb-grün gestreiften Schale. Die Frucht braucht warme Temperaturen, da sie sonst zu spät ausreift.

Bambino

Bambino ist eine kleinbleibende Aubergine die sich ideal für die Topfzucht eignet. Die Früchte sind lediglich so groß wie ein Hühnerei.

Die Miniaubergine

Bei einer Miniaubergine lohnt sich der Kauf von Jungpflanzen. Sie sind sehr wärmebedürftig. Die Keimtemperatur darf 20 Grad nicht unterschreiten.

Miniaubergine Ophelia

Zu den kleinen und wohlschmeckenden Miniauberginen zählt „Ophelia“.

Ophelia hat eine violett-schwarze Färbung und stammt aus einer Neuzucht. Für den Anbau sind kleine Gefäße völlig ausreichend. Das ermöglicht es auf dem Balkon gleich mehrere Jungpflanzen zu halten. Hier ein paar Merkmale der Miniaubergine:

  • Runde und ovale Frucht
  • 3 Früchte pro Rispe
  • schöne Blüten und kompakter Wuchs
  • ideal für den Balkon
  • Erntezeit: August bis September
  • Lagerung: bis zu 10 Tage zwischen 8 und 10 Grad
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Miniaubergine Bonica

Bonica ist eine stark veredelte Sorte. Sie zählt zu dem Naschgemüse und ist ideal für eine Topfkultur. Der Pflege- und Wasserbedarf ist nur wenig aufwendig und eignet sich prima für die Aufzucht auf dem Balkon.

Die Pflanzen sollten mit einem Abstand von 30 bis 40 Zentimeter bepflanzt werden. Außerdem benötigen sie Sonne und warme Temperaturen. Die Aubergine kann im Sommer geerntet werden.

Welchen Pflanzentopf brauche ich für eine Auberginenpflanze auf dem Balkon?

Welcher Pflanzenkübel der richtige ist, ist von Sorte zu Sorte abhängig. Für alle Gemüsepflanzen gilt aber wenn man es den Wurzeln und der Pflanze gut meinen möchte dann sollte es einer mit mindestens 40 cm Durchmesser sein, besser 50 cm.

Außerdem empfiehlt es sich, keine zu schweren Töpfe zu bepflanzen. Auberginen wachsen schnell und hoch. Wenn die Pflanzen umhergeschoben werden müssen ist ein zu schwerer Topf hinderlich. Alternativ kann man hier aber einen Pflanzenroller verwenden, dann ist es ganz einfach!

Natürlich können Auberginen auch im Garten gesät werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das erst nach den Eisheiligen stattfindet. Der Platz im Garten muss geschützt sein. Ideal ist ein Hoch Beet oder in einem Vliestunnel. Wer ein eigenes Gewächshaus hat kann mit der Aussaat natürlich schon früher beginnen.

Auberginen können auch in einem großen Balkonkasten gepflanzt werden. Die Wurzeln der Jungpflanzen sollten sich ausreichend entfalten können.

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Gute und schlechte Nachbarn für die Auberginenpflanzen

Auberginenpflanzen mögen nicht alle Nachbarn. Stellt man Sie zu nah an andere Familienmitglieder wird die Aufzucht nicht gelingen. Die Nachbarschaft mit Paprika, Tomaten, Kartoffeln und Physalis gilt es unbedingt zu vermeiden. Um auch die anderen Pflanzen wie Tomaten zu schützen, sollten die Auberginen mit genügend Abstand zu jeglichen Familienmitgliedern gepflanzt werden.

Die richtige Erde zum Eierfrucht anbauen

Die Samen und die Jungpflanzen sollten in eine spezielle Anzuchterde eingepflanzt werden. So können die Samen beispielsweise im Wechsel mit Guano und Hornspänen bedeckt werden.

Im Idealfall ist der Boden leicht sauer, mittelschwer und humusreich. Die Pflanze hat einen mittelhohen Nährstoffbedarf. Hornspäne sind ideal um den Stickstoffbedarf der Aubergine zu decken.

Die Substratschicht muss die Pflanzen ausreichend bedecken. Es empfiehlt sich eine Mindesthöhe von einem Zentimeter.

Außerdem muss die Anzuchterde durchgehend feucht gehalten werden. Dabei darf die Umgebungstemperatur nicht zu kalt sein.

Was ist der perfekte Standort für meine Auberginenpflanze?

Auberginen brauchen ausreichend Wärme. Der Anbau findet deshalb in der Regel im Gewächshaus statt. Dafür genügt auch ein Minigewächshaus auf dem Balkon. Herrschen Temperaturen von 16 bis 17 Grad kann das Wachstum der Pflanze bereits ins Stocken geraten.

Es empfiehlt sich die Pflanze direkt an die Hauswand zu stellen. Die Hauswand kann die Tagestemperatur optimal speichern und gibt diese in der Nacht an die Pflanze ab. Ein Schattenplatz ist unbedingt zu vermeiden. Für Jungpflanzen empfiehlt sich ein Minigewächs Haus. Dort herrschen tropische Temperaturen und die Pflanzen müssen nicht permanent beaufsichtigt werden.

Generell gilt: längliche Sorten sind weniger empfindlich als Runde Sorten.

Wie oft und wie viel muss ich meine Auberginenpflanze gießen?

Das Nachtschattengewächs benötigt ausreichend Wasser und Nährstoffe. Je höher die Tagestemperatur, desto häufiger darf gegossen werden. An warmen Tagen empfiehlt es sich morgens und abends zu gießen. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Außerdem muss das Nachtschattengewächs immer am Fuß gegossen werden. Die Blätter selbst dürfen nicht bewässert werden.

Welchen Dünger brauchen Auberginen?

Auberginenpflanzen benötigen wesentlich weniger Dünger als Tomaten. Je größer die Pflanze, desto mehr Dünger wird benötigt. Flüssige Dünger kann man kurzfristig einsetzen, bzw eine regelmäßige Gabe von Brennesseljauche stärkt die Pflanze zusätzlich. Beim einpflanzen sollte aber schon gute Erde gewählt werden die man wie ich auch mit Wurmhumus anreichert. Später eignen sich normaler Gemüsedünger in Granulat oder Pulverform..

Wie schütze ich Auberginenpflanzen vor Schädlingen?

Auberginen können von zahlreichen Schädlingen befallen werden dazu zählen: Spinnmilben, Blattläuse und Kartoffelkäfer.

Es empfiehlt sich daher die Pflanzen mit einer Jauche zu spritzen, die zellstärkend ist. Pflanzenjauche hilft den Befall von Schädlingen deutlich zu reduzieren. Ein beliebtes Produkt ist beispielsweise „Schachtelhalmextrakt“.

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Was tun, wenn Auberginenpflanzen krank werden?

Eine Aubergine kann an zahlreichen Krankheiten leiden. Unter anderem können das folgende Krankheiten sein:

Bakterienwelke

Schaden:

Die ganze Pflanze oder die Blätter beginnen zu welken. Auch braune Läsionen sind auf den Blättern deutlich zu erkennen. Nicht selten tritt sogar ein gelber Schleim aus der Pflanze heraus. Die Früchte selbst können von regelrechten Kratern befallen sein.

Empfehlung:

Es sollte ausschließlich gesundes Saatgut verwendet werden. Auch die Hygiene ist sehr wichtig. Das Werkzeug und die Pfähle müssen gut desinfiziert werden.

Die Brennfleckenkrankheit

Schaden:

Die Brennfleckenkrankheit ist an Früchten, Wurzeln und Blättern zu erkennen. Die Flecken sind kreisförmig und hell. Mit zunehmenden Befall werden die Flecken schwarz und gewinnen an Durchmesser. Die Krankheit tritt vor allem bei Aufzucht im Gewächshaus auf.

Empfehlung:

Auch hier muss auf eine optimale Hygiene geachtet werden. Im Gewächshaus muss stets eine optimale Luft- und Temperaturzirkulation herrschen.

Gelbfleckigkeit

Schaden:

Die Gelbfleckigkeit ist ein Virus. Die Blätter sind mit mosaikförmigen gelben Flecken befallen. In der Regel wird der Virus durch Blattläuse, mangelnde Hygiene oder durch die Samen selbst übertragen.

Empfehlung:

Alle befallenen Pflanzen müssen unmittelbar entfernt werden sonst kann sich der Virus schnell verbreiten. In jedem Fall sollten die Vektoren bekämpft werden.

Grauschimmel

Schaden:

Der Grauschimmel ist durch fahle, graue Stellen erkennbar. Auch Triebe und Blätter können rasch welken. Ist eine Pflanze geschwächt steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Befall. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit und wenig Sonne begünstigen den Virus.

Empfehlung:

Der Befall muss mit Fungiziden bekämpft werden. Außerdem hilft es die Pflanzen nicht zu eng an einander zu pflanzen. Äußerste Hygiene ist eine Grundvoraussetzung. Es wird auch eine Tröpfchen Beregnung empfohlen.

Keimlingskrankheit

Schaden:

Keimlingskrankheiten sind verschiedene Pilze und Bakterien. Mit einem Befall beginnen die Keimlinge zu welken und fallen ab. Am Boden finden sich meist Fäden die aussehen wie Spinnenweben. Auch wässrige Stellen sind keine Seltenheit. Die Krankheit wird meist durch Bodenpilze verursacht. Eine hohe Luftfeuchtigkeit, Luftmangel oder hohe Temperaturen begünstigen den Befall.

Empfehlung:

Es empfiehlt sich den Boden zu Dämpfen und Entseuchen. Die Groben Schollen können zu feiner Erde zerkleinert werden. Alle Geräte und Töpfe müssen gut desinfiziert werden.

Blattfleckenkrankheit, Septoria

Schaden:

Die Blätter sind durch helle Flecken gekennzeichnet. Die Flecken sind von einem dunklen Ring umrandet. Mit zunehmendem Befall werden die Flecken grau. Der Pilz kann sich an Samen oder Frucht selbst befinden.

Empfehlung:

Gezielt widerstandsfähige Samen und Jungpflanzen auswählen. Nach Befall empfiehlt sich ein Fruchtwechsel von drei Jahren.

Wann Aubergine ernten?

Auberginen dürfen nicht zu früh geerntet werden. Rohe und unreife Früchte enthalten giftiges Solanin. Ob eine Frucht reif ist lässt sich ganz einfach an der Farbe der Schale erkennen. Sobald sie ausgefärbt ist und einen leichten Glanz besitzt kann das Nachtschattengewächs geerntet werden. Wenn die Frucht mal zu früh geerntet wird ist das auch kein Problem. Nach der Ernte können Auberginen an warmen Orten ideal nachreifen.

Fazit:

Egal ob das Nachtschattengewächs auf dem Balkon oder dem Garten gezüchtet wird, es muss die optimale Temperatur herrschen. Die Eierpflanzen mögen es warm. Wer etwas weniger Aufwand möchte sollte Jungpflanzen erwerben. Vor allem bei der Aussaht müssen einige Dinge beachtet werden, damit die Anzucht ein Erfolg wird. Ein Umtopfen ist unausweichlich, da die Auberginen schnell wachsen. Wer besonders kleine Früchte möchte, sollte sich für Miniauberginen entscheiden. Eine gute Hygiene, die korrekte Bewässerung und ein guter Nährboden sind eine Grundvoraussetzung für gutes Gelingen.

 

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